Babymassage-Workshops

Stärke die Bindung zwischen dir und deinem Baby

Babymassage-Workshop

Eine Babymassage ist eine wunderschöne Möglichkeit die Bindung zwischen dir und deinem Baby zu stärken und zu fördern. Darüber hinaus kann sie auch bei Regulationsstörungen oder nach einer schweren Geburt unterstützend wirken.

Eine Babymassage eignet sich insbesondere für Babys von der 4. bis zur 16. Woche. Ältere Babys, die gerne auf dem Rücken liegen, sind natürlich auch herzlich willkommen.

Dieser Workshop kann entweder als Einzelbehandlung zum Kennenlernen oder als Kurs mit 5 Behandlungen zum intensiven Eintauchen gebucht werden.

 

Preise:

Einzelbehandlung 60 Minuten: 65 €

Kurs mit 5 Behandlungen á 60 Minuten: 295 €

 

“Ein Kind mit Berührungen zu füttern, seine Haut, seinen Rücken zu nähren, ist ebenso wichtig, wie seinen Magen zu füllen. Sprich mit deinen Augen, sprich durch deine Hände. Lass alles aus deinem Herzen kommen. Sei hier, lebe jetzt, ganz und gar!

Denn wenn sich deine Gedanken mit anderen Dingen beschäftigen, wird es das Kind sofort bemerken. Das Ganze wäre rein mechanisch, nicht mehr als eine körperliche Übung. Ohne Tiefe, langweilig und leer.”

– Frédérick Leboyer –

Herkunft und Geschichte

In unserem Babymassage-Workshop kombinieren wir individuell und intuitiv verschiedene Babymassage-Techniken miteinander. Wir möchten dir einen kurzen Überblick über die Methoden geben, die wir in unsere Arbeit einfließen lassen:

Die bioenergetische Babymassage, auch Schmetterlings-Babymassage genannt, wurde in den 70er Jahren von der amerikanischen Ärztin Eva Reich entwickelt. Diese Form der Babymassage zeichnet sich durch schmetterlingsleichte und fließende Berührungen aus. Der Fokus liegt beim Baby und darauf es zu beobachten und zu berühren. In den 90er Jahren wurde das Konzept der Schmetterlings-Babymassage von Mechthild Deyringer und Thomas Harms zu dem Modell „Bindung durch Berührung“ weiterentwickelt. Bei dieser Methode geht es nicht nur um die Beobachtung und Berührung des Babys, sondern auch darum die Bindung zwischen dem Baby und der Mama/des Papas zu stärken. Entscheidend für eine gute Bindung ist vor allem, dass die Mama/der Papa ihren/seinen eigenen Körper gut spürt – also „bei sich“ ist. Daher unterstützt diese Methode durch Anleitung zur Bauchatmung und Berührung der Eltern auch deren Kontakt zu sich selbst.

 

Ein weiterer Vertreter, der sich mit Themen rund um die Geburt beschäftigt hat, ist der französische Gynäkologe und Geburtshelfer Frédérick Leboyer. Er entwickelte das Konzept der „sanften Geburt“. In diesem Zusammenhang machte er auch die traditionelle Kunst der indischen Babymassage in Europa bekannt.

Diese Form der Babymassage ist traditionell etwas kräftiger und rhythmischer als die Schmetterlingsmassage nach Eva Reich.

Anwendungsgebiete einer Babymassage

Eine Babymassage eignet sich sowohl präventiv um die Bindung zwischen dir und deinem Baby zu stärken und zu fördern als auch bei Regulationsstörungen wie

  • Verdauungsbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Schwierigkeiten beim Füttern
  • Schreiattacken

 

oder nach einer als belastend empfundenen Geburtserfahrung wie z.B.

  • einem Kaiserschnitt
  • einer Frühgeburt
  • einer Geburt aus Beckenendlage
  • medizinische Eingriffe während der Geburt (z.B. eine PDA)
  • Stresssituationen vor, während und/oder nach der Geburt

 

Wirkung einer Babymassage

In unserer langjährigen Praxistätigkeit haben wir die Erfahrung gemacht, dass körperliche und emotionale Beschwerden entstehen, wenn die Lebensenergie nicht mehr ungehindert fließen kann. Blockaden der Lebensenergie können unter anderem durch belastendende Geburtserfahrungen entstehen. Diese Blockaden drücken sich auf der körperlichen Ebene zum Beispiel durch Verspannungen aus. Auf der emotionalen Ebene können sich diese Spannungen durch starkes Weinen ausdrücken. Damit versucht das Baby etwas von der inneren Spannung „loszuwerden“ und sich mitzuteilen. Beim Weinen werden überschüssige Stresshormone ausgeschüttet, sodass unangenehme Erfahrungen „verdaut“ werden können. In diesem Sinne kann es für dein Baby ein heilsamer Prozess sein, zu weinen.

Eine Babymassage wirkt sowohl auf der körperlichen als auch auf der emotionalen Ebene.

Eine Babymassage fördert zum einen auf der körperlichen Ebene die Durchblutung. Dadurch wird die Tätigkeit der Organe, insbesondere des Magens und des Darms angeregt. Durch die verbesserte Verdauung werden Blähungen und Koliken reduziert. Das wiederum führt zu einem besseren Schlaf und zu einer besseren Regulations- und Entspannungsfähigkeit des Babys.

 

Durch die liebevolle Berührung und Zuwendung werden zudem die Bindung und die vorsprachliche Kommunikation zwischen dem Baby und der Mutter/des Vaters gestärkt. Für alle Beteiligten ist es eine schöne Erfahrung sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen und Freude aneinander zu haben.

 

 

Ablauf eines Babymassage-Workshops

Am Anfang gibt es einen kurzen Austausch, bei dem die Erwartungen und Bedürfnisse besprochen werden.

Danach finden wir eine gute Positionierung für dich und dein Baby und die Therapeutin leitet euch durch eine kurze Anfangsentspannung zum Ankommen. Für eine positive Wirkung der Babymassage ist es hilfreich, wenn du als Mama und Gebende mit deiner Bauchatmung und deinem Körpergefühl verbunden bist.

Nach der Anfangsentspannung richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf dein Baby. Vielleicht hat sich dein Körpergefühl durch die kleine Achtsamkeitsübung am Anfang etwas verändert, sodass du dein Baby jetzt möglicherweise anders oder bewusster wahrnimmst. Wir beobachten zusammen die Körpersprache deines Babys und tauschen uns darüber aus was wir wahrnehmen. Möglicherweise streckt uns dein Baby ein Beinchen entgegen, das könnte z.B. eine Einladung sein, dass es dort gerne berührt werden möchte. Diesen Impulsen folgen wir und so trägt uns die Körpersprache deines Babys durch die Massage. Du lernst in diesem Workshop also keinen festen Massageablauf auswendig, sondern du lernst die Körpersprache deines Babys wahrzunehmen, sie zu verstehen und darauf intuitiv und einfühlsam mit Berührungen und/oder Worten zu reagieren.

Zum Abschluss habt ihr noch etwas Zeit für euch zum Nachspüren.